Kindlein , kauf ein !
Hier ein Hündlein ,
hier ein Schwein,
Trommel und Schlegel ,
ein Rennpferd , ein Wägel,
kistchen und Pfeifer,
Husar und Schweizer,
um ein paar Kreutzer
ist alles dein .

Kindlein kauf ein
                
( Johann W. von Goethe )     

Im Tale sind die Blumen nun verblüht.
Und auf den Bergen liegt der erste Schnee.
Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht,
in Eis verwandelt ist der blaue See.

Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit
und in des Winters Kälte angstvoll gehen ,
könnt ich in aller tiefen Dunkelheit
nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehn.

Es leuchtet fern und sanft aus einem Land ,
das einstens voll von solchen Lichtern war .
Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand
und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar.

Verändert hat die Welt sich hundertmal
in auf und ab - doch sieh, mein Lichtlein brennt !
Durch aller Jahre Mühen , Freud und Qual
leuchtet es hell und schön :Es ist Advent !

( Hilde Fürstenberg )

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Advent - Weihnachten

Advent
Ankunft des Herrn
Sie lässt hoffen

Hoffnung
Hoffnung bringt Licht
Licht kann leuchten

Licht
Licht bringt Wärme
Wärme ist Nähe

Nähe
Nähe zum Mitmensch
Menschlichkeit ist gut

Mitmenschlichkeit
Menschlichkeit tut gut
Führt zur Liebe

Advent - Weihnachten
Liebe
Liebe und Güte
Ein Weihnachtswunsch

( Mit freundlicher Genehmigung von Elfie Nadolny )
Hier geht es zu ihrer HP

O schöne , herrliche Weihnachtszeit ,
was bringst du Lust und Fröhlichkeit !
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine Gaben aus .

Und ist das Häuschen noch so klein ,
so kommt der heilige Christ hinein ,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen ,
die Armen und Reichen , die Großen und Kleinen .

Der heilige Christ an alle denkt ,
ein jeder wird von ihm beschenkt .
Drum laßt uns freun und dankbar sein !
Er denkt auch unser , mein und dein .

( Heinrich H. von Fallersleben )

Bei dem schönen Weihnachtsfeste dacht ich schon in meinem Sinn :
Du bist doch nicht das Beste , wenn ich auch recht glücklich bin !

Wenn der Tannenbaum auch funkelt mit so manchem goldenen Band ,
dennoch wird er ganz verdunkelt durch die treue Mutterhand .

Welche Lust der Baum auch kündet , er erlischt in einer Nacht ,
doch die treue Hand entzündet Jahr für Jahr die neue Pracht .                                                       
    ( Friedrich Hebbel )        

Der Geruch von Lebkuchen und Glühwein ,
das Knistern den Buchenscheits im Kamin ,
das Buch, das schon lange gelesen werden wollte ,
das Gespräch mit Freunden ,
die Vorfreude auf die lauen Sommernächte
und die Erinnerung an die Kindheit
bescheren uns eine schöne
Weihnachtszeit.
                        
( Reinhard Becker )

Das Christkind hatt´ in der Weihnachtsnacht,
auch an die Tiere des Waldes gedacht.
Es brachte den flauschigen Häschen Klee,
sowie für die flinken Hirsche und Reh´
gar viele Bündel duftendes Heu,
ein Sack mit Kastanien war auch dabei.

Die fleißigen Hände der Engelein,
streuten Futter in jedes Vogelhaus ein.
Auf die Füchslein hatt´s Christkind auch geschaut
und den Förstern alle Fallen geklaut.

Den Eichkätzchen rollte es hin zum Schluss,
Eicheln und eine leckere Nuss.
Dann hatte es heimlich ein Tännchen geschmückt
und mit funkelnden Kerzen und Sternchen bestückt.

Die Tiere, sie staunten und freuten sich sehr,
ganz aufgeregt hüpften im Schnee sie umher.
In den Äuglein spiegelte sich der Baum,
wie ein glitzernder, stiller Weihnachtstraum.

Es kam zu der Runde ein Mäuschen hinzu
und fragte das Christkind:
„Sag, was wünscht dir du?“

„Ich wünsche mir, wenn wieder Weihnacht ist,
jedes Erdenkind nicht all die Tiere vergisst,
dass jeder Liebe und Freude verschenkt,
besonders an jene, an die keiner denkt.“

  ( Mit freundlicher Genehmigung von Sonja Bartl )
                                    
(Weitere Gedichte findet ihr hier auf Ihrer HP >>> )

O schöne , herrliche Weihnachtszeit , was bringst du Lust und Fröhlichkeit !
Wenn der heilige Christ in jedem Haus teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein , so kommt der heilge Christ hinein ,
und alle sind ihm lieb die Seinen , die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.

Der heilige Christ an alle denkt , ein jeder wird von ihm beschenkt .
Drum laßt uns freun und dankbar sein !
Er denkt auch unser , mein und dein .
                                          
( Heinrich Hoffmann v. Fallersleben )

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
aber als Knecht Ruprecht schon
kommt der Winter hergeschritten,
und alsbald aus Schnees Mitten
klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was fängt noch, fern und nah,
bunt auf uns herniedersah,
weiß sind Türme, Dächer,Zweige,
und das Jahr geht auf die Neige,
und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
heute bist du uns noch fern,
aber Tannen, Engel, Fahnen
lassen uns den Tag schon ahnen,
und wir sehen schon den Stern.
                                      
        ( Theodor Fontane )

Ich hab`s gesehen, ihr glaubt es kaum:
Drei Engelchen schmückten den Weihnachtsbaum.

Ganz hell und feierlich wurde der Wald.
Die weiße Winternacht war nicht mehr kalt.

So ein Licht sah ich noch nie. Die Nacht war verzaubert !
Es war pure
Magie !

Markt und Straßen steh`n verlassen, still erleuchtet jedes Haus.
Sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh`n und schauen, sind so wunderstill beglückt.

Und ich wand´re aus den Mauern bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil´ges Schauern! Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen. Aus des Schnees Einsamkeit
steigts wie wunderbares Singen- O du gnadenreiche Zeit!
                        
(Joseph Fr.v. Eichendorf)

Gesegnet sei die heilige Nacht, die uns das Licht der Welt gebracht!-
Wohl unterm lieben Himmelszelt . Die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar, mit seinem Gruß tritt auf sie dar.
Vor Angst sie decken ihr Angesicht, da spricht der Engel :

“ Fürcht`t euch nicht !Ich verkünd euch große Freud : Der Heiland ist euch geboren heut .”

Da gehn die Hirten hin in Eil, zu schaun mit Augen das ewig Heil;
zu singen dem süßen Gast Willkommen , zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.-

Bald kommen auch gezogen fern, die heil `gen drei König mit ihrem Stern.
Sie knien vor dem Kindlein hold, schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
Frohlocket : “Gott in der Höh sei Ehr !”
                                                                                            
    ( Eduard Mörike )

Haben wirs recht wohl erdacht für die hohe heilge Nacht ,
Abendlang und rein entzückt , heiter endlich aufgeschmückt .

Weißen Tann und rotes Licht , Stern und Engelsangesicht ,
Silberlust im dunklen Grün , selges Blühn und Überblühn -

Weh , schon blinkt durchs Fensterglas, Tag Sankt Epiphanias,
und das Jahr mit Recht und Fug spricht : genug .

Nur noch einmal, komm, entzünde aller Kerzen Ernst und Spiel.
Mit dem Bunten dich verbünde, wie dirs eh und je gefiel .

Sie , der Engel kehrt sich leise dem Trompetenbläser zu,
horch der Violinen Weise. Und der Dirigent bist du.

Lischt die Kerze. Im Ermatten geistert Schattenspiel im Raum -
Traumesbilder , Abschiedsschatten, dir zum Abschied, goldener Baum !

Ach, nun kommt ein langes Jahr, Eismond, Frost und Februar,
Weidenrute, Osterschmaus, Birke, Mai und Immenbraus,
Junibeere, Juliglut, Erntefeld und Traubenblut,
Spätoktober und Nebelschritt -

Glanz vom goldenen Baum , geh mit !
                                                                                                    
( Albrecht Goes )

 Weihnachtsschnee

Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
es riecht nach Weihnachtstorten;
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
Und backt die feinsten Sorten.

Ihr Kinder sperrt die Augen auf,
sonst nehmt den Operngucker:
die große Himmelsbüchse, steht,
tut Ruprecht ganz voll Zucker.

Er streut - die Kuchen sind schon voll -
er streut - na, das wird munter:
er schüttelt die Büchse und streut und streut
der ganzen Zucker runter.

Ihr Kinder, sperrt die Mäulchen auf,
schnell! Zucker schneit es heute!
Fangt auf, holt Schüsseln! - Ihr glaubt es nicht?
Ihr seid ungläubige Leute!

 
( Paula Dehmel )
 
 

 Weihnachtslegende

In heiliger Nacht flogen Hand in Hand
drei Englein hinab in das jüdische Land.

Sie wollten die seligste aller Frau'n
und das göttliche Kind in der Krippe schaun.

Der Stern von Bethlehem war noch wach
und strahlte mild auf das flache Dach.

Sie suchten die Pforte und fanden sie bald
und lugten wechselnd durch heimlichen Spalt.

Sie riefen und baten und klopften ganz sacht,
bis Joseph behutsam aufgemacht.

Im Stall war es dämmrig. Sie schwebten heran
und schauten den schlummernden Heiland an.

Der eine hob hoch die Ampel empor
und breitete schattend sein Flüglein davor.

Der zweite schob sanft in des Kindleins Hand
ein Sternlein, gefunden am Himmelsrand.

Der dritte hat fromm vor der Krippe gekniet
und sang mit süßer Stimme ein Lied.

Da zog ein Lächeln, göttlich und licht,
über des himmlischen Kindes Gesicht.

Für alle Zukunft hat es geweiht
die Feier der heiligen Weihnachtszeit:

Die strahlende Leuchte, den Weihnachtsstern
und das fromme Lied zum Preise des Herrn

( Alice Freiin von Gaudy )

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