Vier Kerzen wollen Dir erzählen ...

Kerze eins spricht von der Liebe
der einzigen Macht
die Wände sprengen kann

Kerze zwei redet
von der Hoffnung
die grüne Pflanzen aus Trümmern wachsen lässt

Kerze drei erzählt Dir
vom Lachen und von den Augen
die wie Edelsteine leuchten

bleibt dann noch Kerze Nummer vier
die Dich umarmt und sagt
" Du bist einzigartig auf dieser Welt ! "

und gemeinsam wünschen alle vier
Dir viel Liebe, immer Hoffnung
und stets ein Lachen in den Augen

( Mit freundlicher Genehmigung des Autoren
 Engelbert Schinkel.
Und hier geht es zu seiner Homepage )

Auf einem goldenen Schimmel reitet`s Christkind vom Himmel ,
bringt ein `Sack gute Dinge , daß die Kinder grad `lachen .

Und der Schnee , der tut glitzen , und die Sterne , die blitzen ,
und die Kerzen im Dunkeln , seht, wie sie funkeln !

Was hat`s zu bedeuten , daß die Glocken so läuten
und die Büchsen so krachen und solch Getöse machen ?

Horch ! Da hört man was singen , und lieblich tut`s klingen :
“ O du heilige Nacht , hast`s Christkind gebracht . “

( Volksgut )

Wir heiligen drei König`, wir kommen von fern ,
 wir suchen den Heiland , den göttlichen Herrn .
Da stehet vor uns ein helleuchtender Stern ,
 er winkt uns gar freundlich , wir wir folgen ihm gern .

Er führt uns vorüber vorm Herodes sei`m Haus ,
da schaut der falsch `König beim Fenster heraus .
Er winkt uns so freundlich : “ O kommt doch herein ,
ich will euch aufwarten mit Kuchen und Wein .”

“ Wir können nicht weilen , wir müssen gleich fort ,
wir müssen uns eilen nach Bethlehem Ort .
Es ward uns ein durch Gottheit die Kunde zuteil ,
daß ein Kind geboren , das der Welt bringt Heil .”

Wir kommen im Stall an, finden das Kind ,
viel schöner und holder , als Engel es sind .
Wir knien uns nieder und beten es an ,
o Herr , nimm die Gabe aus Dankbarkeit an :

Gold , Weihrauch und Myrrhen , das reichen wir dir,
führ du uns dann einstens in `n Himmel von hier !
                                                                          
( Volksgut )

Ich wünsch mir was ! Was ist denn das ?
Das ist ein Schloss aus Marzipan mit Türmen aus Rosinen dran
und Mandeln an den Ecken.
Ganz zuckersüß und braungebrannt und jede Wand aus Zuckerhand -
da kann man tüchtig schlecken !

Und Diener laufen hin und her mit Saft und Marmelade
und drinnen, in dem Schlosse drin, sitzt meine Frau die Königin -

die ist aus Schokolade.

Schenke groß oder klein , aber immer gediegen .
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen ,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei .
Schenke dabei, was in dir wohnt an Meinung,
Geschmack und Humor,
so daß die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt .

Schenke mit Geist ohne List .
Sei eingedenk ,
daß dein Geschenk -
du selber bist .
                                                      
( Ursula Abels

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte und hauchen durch die Winterlüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken. Das ist die liebe Weihnachtszeit.
Ich höre fernher Kirchenglocken mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder, anbetend, staunend muß ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl`s, ein Wunder ist geschehen.
                            
( Theodor Storm)

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Die Glocken läuten zum heil`gen Abend. Das erste Licht am Tannenkranz brennt,
die ersten Äpfel im Ofen garen , das erste Märchen von Weihnacht wird wahr.

Die ersten Wünsche sind schon erfüllt. Manche Neugier ist gestillt.
Der erste Engel geht schon durchs Haus und teilt die schönsten Gaben aus.

Die Kinder harren verzaubert und steh`n, das erste brennende Kerzchen zu sehn.
Das erste selige Weihnachtsglück erfüllt die Herzen im Augenblick.

Advent - der sel`gen Erwartung Zeit. Wir steh`n am Tor der Herrlichkeit.
Wir schauen dann von Angesicht der kommenden Weihnacht Licht !

Hörst du der Weihnachtsglocken Klang? Hörst du den lieblichen Gesang,
der in dieser heiligen Nacht in der ganzen Welt erwacht?

Es ist der Engel Chor, der singt. Hörst du, wie herrlich es klingt?
Hörst du auch das leise knistern und das heimliche Flüstern?

Und spürst du, wie wundervoll die Kerzen erwärmen unsere Herzen?
Siehst du die Sternschnuppe, die vom Himmel fällt und leuchtend die dunkle Nacht erhellt?

Sie will uns verkünden: Es ist soweit, es beginnt die schöne Weihnachtszeit!
Es ist die Zeit, uns zu besinnen, die Herzen der Menschen zu gewinnen.

Wie schnell vorbei geht die schöne Zeit, wo jeder ist von Herzen bereit,
mit Liebe und Bedacht zu geben.
Sollten wir nicht immer danach streben ?

 

Bäume leuchtend, Bäume blendend, überall das Süße spendend,
in dem Glanze sich bewegend, Alt und junges Herz erregend.
Solch ein Fest ist uns bescheret, Mancher Gaben Schmuck verehret;
staunend schauen wir auf und nieder, hin und her und immer wieder.

Aber Fürst, wenn dir`s begegnet und ein Abend dich so segnet,
daß als Lichter, daß als Flammen vor dir glänzen all zusammen.
Alles, was du ausgerichtet, alle, die du dir verpflichtet:

Mit erhöhten Geistesblicken fühltest herrliches Entzücken.
                          
  (Johann W.v. Goehte )

Ich lag und schlief : da träumte mir ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserem Tisch vor mir ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl, die brannten ringsumher,
die Zweige waren allzumal von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran; das war mal eine Pracht !
Da gabs , was ich nur wünschen kann und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da, und alles, alles schwand.

Da wacht`ich auf aus meinem Traum, und dunkel war`s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum, sag an, wo find ich dich ?

Da war es just, als rief er mir : “ Du darfst nur artig sein ;
dann steh`ich wiederum vor dir; jetzt aber schlaf nur ein !

Und wenn du folgst und artig bist, dann ist erfült dein Traum,
dann bringet dir der heil`ge Christ den
schönsten Weihnachtsbaum. “
                      
  ( August H. v. Fallersleben )

Der Winter ist gekommen und hat hinweggenommen der Erde grünes Kleid ;
Schnee liegt auf Blütenkeimen , kein Blatt ist auf den Bäumen ,
 erstarrt die Flüsse weit und breit.

Da schallen plötzlich Klänge und frohe Festgesänge hell durch die Winternacht ;
in Hütten und Palästen ist rings in grünen Ästen
ein bunter Frühling aufgewacht .

Wie gern doch seh`ich glänzen mit all den reichen Kränzen
den grünen Weihnachtsbaum ; dazu der Kindlein Mienen ,
von Licht und Lust beschien ;
wohl schönere Freude gibt es kaum .

( Theodor Körner )

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