Endlich ist es nun soweit,sie ist da,
 die Weihnachtszeit.

Heuer, so wie jedes Jahr,
hat die ganze Engelschar,
alle Wölckchen abgestaubt,
sich so manchen Keks erlaubt,
Flügelchen zurechtgestutzt,
jedes Sternchen blankgeputzt,
manches Päckchen in der Nacht,
dem Christkind hinterhergebracht,
auch den Weihnachtsmann geweckt,
und ihn ins Gewand gesteckt.
Rudolph aus dem Stall geführt,
und den Schlitten fest poliert,
mit Geschenken aufgefüllt,
Petrus einen Streich gespielt.

Oh, Engelchen im Himmelreich,
was wär´ bloß Weihnacht ohne Euch?

   ( Mit freundlicher Genehmigung von Sonja Bartl )
  (Weitere Gedichte findet ihr hier auf Ihrer HP >>> )

Lichterbäume
Lichterglanz
weiß, rot, gelb in buntem Tanz

Goldlametta
Tannenzapfen
Engelshaar
ist's Weihnacht,
so wie's damals war ?

oder sind's gar
ganz moderne Zeiten

lasst' uns heute
 nicht darüber streiten

ein Weihnachtsbaum ist schön
auf dieser Welt
wenn er dem Betrachter gut gefällt

dann geht das Herze auf
im bunten Schein
zaubert Adventsgedanken
in den Tag hinein

( mit freundlicher Genehmigung des Autoren Engelbert Schinkel.
Und hier geht es zu seiner Homepage .
 

Es war einmal ein Tännelein mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpfeln fein und vielen bunten Kerzlein :
Das war am Weihnachtsfest so grün , als fing es eben an zu blühn .

Doch nach nicht gar zu langer Zeit , da stands im Garten unten ,
und seine ganze Herrlichkeit war ach , dahingeschwunden .
Die grünen Nadeln war`n verdorrt , die Herzlein und die Kerzlein fort .

Bis eines Tages der Gärtner kam , dem fror zu Haus im Dunkeln ,
und es in seinen Ofen nahm - hei ! tats da sprühn und funkeln !
Und flammte jubelnd himmelwärts in hundert Flämmlein an Gottes Herz .
                                                                
( Christian Morgenstern )

Click mich an...

Leise fällt der Schnee vom Himmel , und der Winterwind weht kalt ,
und auf seinem alten Schimmel zieht Knecht Ruprecht durch den Wald .

Wenn die kleinen Kinder schlafen , reitet er wohl durch die Nacht ,
und für all die Guten , Braven hat er etwas mitgebracht .

Seid ihr immer lieb gewesen , fürchtet ihr ihn sicher nicht ;
nur die Frechen und die Bösen hält er Strafgericht .

Wartet nur noch ein paar Wochen , dann wird`s draußen vor dem Tor
wie mit starken Fäusten pochen , und Knecht Ruprecht steht davor .
                                              
( Gustav Sichelschmidt )

Wenn am Weihnachtsbaum die Kerzen
brennen in der Nacht so hell,
ach, dann schlagen unsre Herzen
alle noch einmal so schnell.

Alle traurigen Gesichter
blicken dann so fröhlich drein,
so als ging vom Glanz der Lichter
über sie ein heller Schein.

Christkind huschte durch das Zimmer,
packte seine Gaben aus.
Davon weht ein leiser Schimmer
immer noch durchs ganze Haus.

Und es hallen fern die Lieder,
Glück und Jubel überall,
und wir neigen stumm uns nieder
vor dem Kindlein dort im Stall.
                                                  
( Gustav Sichelschmidt )

Knecht Ruprecht geht durch die Straßen wieder
und humpelt und rumpelt von Haus zu Haus,
steigt Treppen und Stiegen herauf und hernieder
und teilt seine seltenen Gaben aus.

Wenn ihr fein still seid, könnt ihr wohl lauschen,
wie er da draußen vorübergeht.
Denkt nicht, es sind die Stürme, die rauschen,
oder der Wind, der die Straßen durchweht.

In knarrenden Stiefeln mit langen Schritten
stapft er durch Eis und durch Schnee übers Land.
Manchmal auch fährt er in seinem Schlitten,
der ist mit einem Schimmel bespannt.

Seid nur immer recht brav zu dem Guten,
sagt ihm ein frommes Sprüchlein, denn wisst :
Bei Tag und bei Nacht muss er sich jetzt sputen,
dass er auch keines der Kinder vergisst.

Denn für sie alle, für liebe und gute,
hat er sein liebes und gutes Gesicht.
Doch für die bösen hat er die Rute.
Aber zu denen gehört ihr ja nicht.
                                  
( Gustav Sichelschmidt )

Gesegnet sei die heilige Nacht,
 die uns das Licht der Welt gebracht !-

Wohl untern lieben Himmelszelt -
 die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gruss tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel : “ Fürcht`t euch nicht !

Ich verkünd euch grosse Freud:
Der Heiland ist euch geboren heut .”

Da gehn die Hirten hin in Eil,
zu schaun mit Augen das ewig Heil;

Zu singen dem süssen Gast willkomm,
zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.-

Bald kommen auch gezogen fern
die heilgen drei König mit ihrem Stern.

Sie knien vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
Frohlocket : “ Gott in der Höh sei Ehr !”
                                              
 
( Eduard Mörike )

König Nußknacker , so heiß ich ,
zarte Nüsse , die zerbeiß ich ,

süße Kerne schluck ich fleißig ,
doch die Schalen , ei ,
 die schmeiß ich lieber andern hin ,
weil ich König bin .
                                            
( Heinrich Hoffmann )

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